Bericht

Weltmädchen fussballtag in Winterthur

Beitragsinformationen

Veröffentlicht
15.10.2026
von
Daniel Albrecht
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Regen, Fussball, Begegnungen und ganz viel Frauenpower: Der vom FVRZ organisierte Weltmädchenfussballtag brachte am 10. Oktober 2026 Mädchen und Frauen im Sport zusammen. Trotz Dauerregen nahmen rund 400 Spielerinnen in 27 Teams im Sportpark Deutweg und im WIN4 an den Spielen teil. Insgesamt verzeichnete der Anlass rund 1'000 Besucherinnen und Besucher.

 

Fussball und Inklusion

«Mädchen und Frauen gehören in den Sport» - diese Botschaft zog sich durch den ganzen Tag. Denn es macht immer noch einen Unterschied, wer sichtbar ist, wem wir etwas zutrauen und welche Vorbilder Kinder und Jugendliche haben. Doch Mädchen brauchen keinen anderen Fussball. Ob Juniorinnen oder Spielerinnen der Regionalauswahl, alle kämpften und jubelten gemeinsam mit ihren Teams. Auch der Regen konnte ihrer Spielfreude nichts anhaben.

Ein besonderes Highlight war das Inklusionsspiel des FC Winterthur Inklusion und des FC St. Gallen Unified mit acht Spielerinnen und zehn Spielern. Nach einem ersten Spiel gegeneinander wurden die Teams gemischt, anschliessend spielten sie gemeinsam weiter. Frauen und Männer standen zusammen auf dem Platz und zeigten auf eine sehr selbstverständliche Art, wie gemeinsamer Sport funktionieren kann.

 Die Vielfalt des Sports

Vor allem die Sessions in der Halle waren bei diesem Wetter gut besucht. Die Red Ants Winterthur gaben den Mädchen einen Einblick ins Unihockey, Yellow Winterthur brachte ihnen Handball näher und beim EHC Winterthur konnten sie mit dem Eishockeystock ins Video-Game eintauchen. Auch am Stand des ZKS war beim Speed-Stacking mit Seraina Toms und Andrin Stucki Geschicklichkeit und Schnelligkeit gefragt. Daneben fand intensives Fussball-Goalie-Training mit Kathrin Lehmann statt. Im Box-Ring durften die Kinder mit den Trainer:innen der Kampfsportschule Be Ready erste Erfahrungen im Boxen machen.

Besonders in Erinnerung blieb ein kleines Mädchen, das beim Boxen mit voller Energie und Begeisterung dabei war. Genau solche Momente zeigten, worum es bei einem solchen Anlass ebenfalls geht: Neues ausprobieren, sich etwas zutrauen und vielleicht eine ganz neue Seite an sich entdecken.

Und dann zeigte sich am Nachmittag für einen kurzen Moment sogar die Sonne. Sofort veränderte sich die Stimmung auf dem Gelände. Die Menschen blieben stehen, kamen miteinander ins Gespräch und die Stepptanzschule Borak aus Winterthur sorgte mit ihren rhythmischen Schritten für gute Stimmung. Plötzlich war da diese Leichtigkeit, die nach den vielen Stunden im Regen besonders gut tat.

Vorbilder und neue Perspektiven

Im Verlauf des Tages nahmen sich Spielerinnen der AXA Women's Super League sowie Spieler des
FC Winterthur Zeit für Autogramme und Begegnungen mit den Mädchen. Auch Désirée Blanco machte als ehemalige FIFA-Schiedsrichterin sichtbar, wie vielfältig die Wege im Fussball sein können.

Im Forum im WIN4 ging es um Sichtbarkeit, Rollenbilder und die Frage: Was ist eigentlich weiblich? Dunja Schnedl zeigte als Calisthenics-Athletin und Bodybuilderin, wie Stereotype aufgebrochen werden können. Marisa Wunderlin wiederum berichtete als ehemalige Spielerin, UEFA-Pro-Lizenz-Trainerin und heutige Direktorin Frauen beim FC Thun über die vielfältigen Wege im Fussball.

Was bleibt

«Es war schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Mädchen trotz des Regens dabei waren. Der Weltmädchenfussballtag soll Mädchen Mut machen, ihren eigenen Weg zu gehen und zeigen, dass ihnen im Sport viele Möglichkeiten offenstehen», sagt Tanja Citherlet, Projektleiterin des Weltmädchenfussballtags und Leiterin der Abteilung Frauen/Juniorinnen beim FVRZ.

Vielleicht machte gerade das Wetter besonders deutlich, worum es an diesem Tag ging: Es braucht nicht immer perfekte Bedingungen. Es braucht Möglichkeiten, Menschen, die Türen öffnen und Vorbilder, die zeigen, was alles möglich ist.

Der Weltmädchenfussballtag hat dafür einen Raum geschaffen: für Fussball und andere Sportarten, für Begegnungen und Diskussionen und vor allem für den Gedanken:

Das könnte auch ich sein.

Die Bilder dieses Anlasses findet ihr unter diesem Link:

MOMENTS – Weltmädchenfussballtag

Organisiert wurde der vierte Weltmädchenfussballtag vom Fussballverband Region Zürich (FVRZ), mit der Stadt Winterthur als Host City und dem Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) als Kooperationspartner. Ermöglicht wurde der Anlass durch die Unterstützung zahlreicher Partner:innen und Sponsor:innen, insbesondere der Amateurliga und der Dr. Hermann Schmidhauser Stiftung sowie des Sportamts des Kantons Zürich, SWISSLOS, AXA und Lidl.

Aus dem blog

Bericht

Family Day FC Stein am Rhein

Ein Tag voller Bewegung, Begegnungen und Begeisterung

Am Sonntag vor einer Woche fand beim FC Stein am Rhein ein rundum gelungener Family Day statt. Bei fast schon sommerlichen Temperaturen verwandelte sich das Degerfeld in ein lebendiges Familienfest mit zahlreichen Attraktionen für Gross und Klein.

Über den ganzen Tag verteilt besuchten rund 300 bis 400 Personen das Gelände und sorgten für eine tolle Atmosphäre. Überall war spürbar, wie viel Freude der Anlass bereitete: Kinder tobten sich auf den Hüpfburgen aus, versuchten sich an kreativen Spielstationen, liessen sich schminken oder lieferten sich beim Bubble Soccer lachende Duelle auf dem Rasen. Auch auf den frei zugänglichen Fussballfeldern wurde gekickt, gespielt und gemeinsam gelacht – viele Besucherinnen und Besucher machten spontan mit und genossen den Tag sichtlich.

Der Family Day ist ein Projekt der Amateur Liga des Schweizerischen Fussballverbandes und unterstützt Vereine dabei, neue Mitglieder zu gewinnen, das Vereinsleben zu stärken und insbesondere auch den Frauen- und Mädchenfussball weiterzuentwickeln.

Der FC Stein am Rhein nutzte den Anlass gezielt, um den Frauen- und Mädchenfussball sichtbarer zu machen und neue Spielerinnen zu gewinnen. Bereits heute trainiert eine motivierte Frauengruppe regelmässig, und auch im Juniorinnenbereich ist eine sehr erfreuliche Entwicklung sichtbar.

Der FVRZ bedankt sich beim FC Stein am Rhein sowie bei allen Helferinnen und Helfern für die Organisation dieses gelungenen Tages. Solche Initiativen zeigen eindrücklich, wie viel Begeisterung Fussball auslösen kann und wie wichtig Vereine als Treffpunkte für die ganze Region sind

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